Bei Recherchen hilft das Internet

In keiner Bibliothek, in keinem Wohnzimmer, nirgendwo auf dieser Erde gibt es so viel geballtes Wissen, das so schnell abrufbar und so bequem zugänglich ist, wie im Internet. Nutzen die einen das World Wide Web nur, um sich ihre neuen Herrenschuhe zu kaufen, ab und an eine Mail zu verschicken und eine Überweisung zu tätigen, ist das Konsumverhalten der anderen viel ausgedehnter, gerade, wenn es um Nachschlagewerke und das Sammeln von Informationen geht. Was immer man sucht oder wissen möchte, findet man online, auf den verschiedensten Seiten und auf unterschiedliche Art und Weise. Das Internet ist Dienstleister, Auskunftei, Kunstsammlung und Einkaufsmeile in einem geworden – Kulturzentrum, Unterhaltungsmedium und Kommunikationsmittel Nummer eins obendrein.

Wen wundert es also, dass schon Jugendlich auf ein Smartphone bestehen, um stets und überall online gehen zu können. Heute wird in den Schulen nicht mehr nach Spickzetteln gesucht, sondern nach Handys – weil sie als Recherchemedium dafür geeignet sind, jeden Spicker zu ersetzen. Bei der Abiturprüfung alleine auf die Toilette gehen zu können, gehört der Vergangenheit an – es ist immer jemand dabei, der darauf achtet, dass nicht irgendwo ein mobiler Internetzugang besteht, über den notfalls die Fragen auch per SMS oder Email beantwortet werden könnten. In der alltäglichen Gewohnheit ist das Netz jedoch keinesfalls mehr wegzudenken. Kaum ein Gamer PC ist nur ein höchst leistungsfähiges Gerät zum Zocken – auch hier wird recherchiert, geshoppt, kommuniziert und so fort.

Die Suchmaschine: Das Tor zur Galaxis der Portale

Es ist eine gebräuchliche Redewendung, dass alle Wege nach der illustren Stadt Rom führen. Das lässt sich aber auch auf das Internet übertragen, denn auch hier führen alle Wege zu den gewünschten Ergebnissen über die Suchmaschinen. Eine dieser Suchmaschinen ist so bekannt, dass das Verb, das für ihre Benutzung gebräuchlich ist, mittlerweile die Tauglichkeit für den Duden erreicht hat: Man googelt, was das Zeug hält. Selbst bei der Wohnungssuche ist die Suchmaschine behilflich, denn wer einfach die „Wohnung in Köln“ als Suchbegriffe angibt, bekommt den verfügbaren Wohnungsmarkt in der Stadt am Rhein auf mehreren Portalen angezeigt und kann nun bequem und von überall aus seine Suche nach einem Mietobjekt in der gewünschten Lage ausweiten. Dies funktioniert in der Region, in der man wohnt, weiter weg im gesamten Bundesgebiet und natürlich auch in anderen Ländern, sei es innerhalb der EU oder international.

In weniger als einer Sekunde bekommt man nach der Suchanfrage zu einem bestimmten Autotypen auf gleiche Weise so manche Neuwagenbörse offeriert, auf der man nach Herzenslust nach einem neuen oder gebrauchten Wagen suchen kann. Autos werden als Objekte zum Ausschlachten verscherbelt, aber auch als Raritäten für die Oldtimer Garage verkauft und gekauft. Die Familienkutsche, das Cabrio, ein Sportwagen und alles, was die Historie der Fahrzeuge als Gebrauchsgegenstand und Sammlerstück ausmacht: Über die Suchmaschine und die Autobörsen keinerlei Problem. So kommt der eine Interessent an sein gesuchtes Auto, der andere wird es los, weil er das Geld braucht oder das Fahrzeug nicht mehr haben will.

Online Lexika und Enzyklopädien

Kein Fremdwort mehr unverstanden hinnehmen, keinen Fachbegriff mehr mühevoll im Lexikon – dem zum Blättern – nachschlagen: Auch das ist dank Internet heute für jeden möglich. Übersetzungen für Vokabeln aus allen erdenklichen Fremdsprachen finden sich sehr schnell, aber auch Erläuterungen zu Chemie und Physik, Grammatik und Rechtschreibung, technischen Vorgängen und so fort. Jemand der sich einmal zum Verkauf stehende Pools für den Garten ansehen möchte, hat vielleicht zu diesem Thema auch Fragen. Bevor diese Investition im Online Shop getätigt wird, muss man sich schließlich über alle möglichen Dinge informieren. So könnte zum Beispiel die Online Enzyklopädie beim Thema Chlor weiterhelfen – die Anwendung in hygienischer Hinsicht ist üblich bei Pools – doch wer weiß schon ohne Ausbildung oder Fachkenntnis, wie viel Chlor zum Wasser gegeben werden muss, wie die Wirkung zustande kommt und so weiter.

Noch ein Beispiel für das Verknüpfen von Onlinekauf und Recherche im Internet ist Schmuck. Nicht nur, dass einige Männer sich unter einer Gemme oder einer Creole nichts vorstellen können, diese Schmuckstücke aber für ihre Frauen auf ausdrücklichen Wunsch zu einem Geburtstag oder zu Weihnachten besorgen wollen: Auch Frauen müssen manchmal in einem Online Lexikon zum Thema Schmuck etwas nachsehen. Sie fanden bei der letzten Party den Muschelschmuck der Gastgeberin so extrem toll – nun wollen sie eigenen Schmuck aus dieser Kategorie. Dazu will man aber wissen, ob die Ketten und Colliers mit Muschelkomponenten aus echten Muscheln hergestellt sind, woher die Muscheln kommen und ähnliches. Hier helfen wiederum Seiten wie Wikipedia, aber auch das Schmucklexikon vom ausgesuchten Online Shop, direkt auf der Shop-Seite erreichbar, weiter, um vor der eigentlichen Bestellung Klarheit in allen Belangen zu erhalten.

User generated Content Portale

User generated Comtent ist Inhalt, der von Benutzern selbst verfasst wurde. Diese Bezeichnung wird für Seiten im Netz verwendet, die von den Besuchern eigenständig befüllt wurden und werden. Die bekannten Frage/Antworten Seiten sind zugleich auch eine Informationsquelle. Hier hat irgendwann einmal eine Mama gefragt, wie man Kinder Lederhosen reinigt. All jene, die in späterer Zeit eine verwandte Suchanfrage stellen, werden diese Frage und die darauf gegebenen Antworten zum eigenen Nutzen verwenden, ohne selbst noch einmal aktiv zu werden. Es kann manchmal dauern, bis hier ein umfassendes Infopaket von den Usern zusammengestellt wurde. Eher der Zufall hat hier seine Hand im Spiel. Ein Beispiel:

Die junge Abiturientin, die als Au Pair Mädchen nach Amerika gehen möchte, stellt eine Frage zum Thema Au Pair Versicherung – immerhin muss man auch im Ausland krankenversichert, unfallversichert und auf weitere Art und Weise vor – vor allem finanziell bedingtem – Schaden geschützt sein. Nun stoßen per Zufall verschiedene Menschen auf dieses Posting im Netz. Der Thread wird nicht von jedem Leser beantwortet – dazu fehlt vielen das Wissen um die spezielle Thematik. Doch irgendwann stellt die Schülerin fest, dass sie einige sehr fundierte Antworten erhalten hat, aus denen sie ihr weiteres Vorgehen beim Abschluss der Versicherungen aufbauen kann. Ein Jahr später will eine andere Schülerin exakt die gleiche Frage stellen: Sie kann sich dank des schon vorhandenen user generated contents auf der Seite den Aufwand sparen, kommt aber ebenfalls zum Erfolg.

Blogs und Foren gehören zum Teil auch zum user generated content; vor allem Weblogs sind aber auch manchmal einfach von Shopbetreibern erschaffen, um zusätzlich zur Verkaufsseite auch Information an den Kunden weiterzugeben. Betten im Online Shop kaufen: Eigentlich nicht schwer, wenn man weiß, was man tut. Beim normalen Einkauf hat man hier einen Berater, der Kenntnisse vermittelt – doch im Internet braucht es manchmal ein Anleitung, eine Erklärung, eine Instruktion zum Aufbau oder anderes: Dazu ist ein Blog wunderbar geeignet. Allerdings werden Blogs auch zu politischen Themen verfasst, sind Ausdruck von Hobbies und Leidenschaften, sowie online geführte Tagebücher, in denen die Menschen Persönliches veröffentlichen. Die beliebtesten Blogseiten sind in dieser Kategorie der Babyblog und der Hochzeitsblog.

Wenn es um das Hobby geht, ist die Schreibwut der Blogger kaum zu bremsen. Jemand der eine Modell Eisenbahn besitzt, dokumentiert den Aufbau, jeden Neukauf, Treffen mit anderen begeisterten Personen. Es bildet sich ein geschlossener Kreis aus Schreibern und Lesern, gelegentliche Treffen zum persönlichen Austausch nicht ausgeschlossen. Mit einem vielbesuchten Blog kann zudem Geld verdient werden. Es ist also klug, den Aufbau des eigenen Blogs etwas geschickt vorzunehmen. Vielleicht verirrt sich jemand, der mindestens ebenso gerne am Holzkohlegrill steht, wie man selbst, bei seiner Nutzung der Suchmaschine zum Thema Grillzubehör auf die Blogseite – geschieht dies regelmäßig und in einer bestimmten Häufigkeit, kann man sich mit Werbepartnern auseinandersetzen und bekommt für die Arbeit am Blog sogar ein wenig Geld, das zwar selten zum Reichwerden ausreicht, doch immerhin die Kosten für die Domain verringert.

Informationen auch auf den Portalen der Shops und Dienstleister

Wer nun denkt, die bereits genannten Seiten und die Suchmaschinen sind die einzigen Informationsquellen, die man im Netz findet, täuscht sich. Die Shops und Portale der Dienstleister bieten auch genügend Informationen, zugeschnitten auf die Leistung beziehungsweise die Produkte, die über die Website erhältlich sind. So informiert die Detektei, die zugleich die Bereiche Security und Sicherheitstechnik abdeckt, über Vorgehensweisen, gibt Fallbeispiele und erklärt die Ausrüstung – zum Beispiel erfährt man hier auch, dass die DNA Technik es auch ermöglicht, vom Tatort Spuren an den Täter zu bringen, nicht nur in umgekehrter Form die DNS vom Täter am Tatort gefunden werden kann. Wer Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Detektei hat, kann viele Informationen auf der Seite selbst finden, die anderen, weiter oben beschriebenen Wege führen aber auch zu einem Kontingent an Zusatzwissen.

Manchmal sind es ganz praktische Dinge, die aus den Stationen am Datenhighway abgefragt werden. Man muss keine Küche im Internet kaufen, um eine Planungssoftware nutzen zu können. Einfach ein wenig über die Suchmaschine im Netz bummeln, schon findet sich ein Küchenhersteller oder Shop, in dem eine Planungssoftware kostenlos nutzbar ist. Das Ergebnis vor Augen geht es dann – wo immer man das möchte – zum Kauf der Möbel, der Geräte und so weiter. Beratend tätig sind die Herstellerseiten natürlich auch – spezielle Aktivkohlefilter für Eckhauben oder Inselhauben gewährleisten optimalen Betrieb; mancher kennt sich in diesem Metier recht wenig aus und ist froh, Erklärungen im Internet gefunden zu haben. So kann die Küche perfekt und mit Hilfe des Internets geplant und verwirklicht werden, ohne dass man eine Verpflichtung zum Kauf eingeht. Allerdings sind die Online Shops preislich meist günstiger, als die Läden in den Städten.